Crossroads/street

       

      für querflöte, shakuhashi und rollende kugeln

      querflöte und shakuhashi: harrie starreveld

      kontrabass: erik winkelmann

      klangregie: piet hein van de poel

      mastering: arno peeters

      produktion: anjo leenen

       

      kugeln rollen, halten nicht an, ein unaufhaltsames weiter.

      die kugel besitzt weder kanten noch ecken, sie kullert ihres weges, der kreislauf, das ziel ist ungewiss. man kann ihre drehbewegung nicht bestimmen.

      die kugel ist uns unheimlich, sie könnte uns überrollen, uns mitnehmen zu einem unbekannten ort, wo wir verloren sind. die angst vor dem zufälligen, das auf einmal etwas passieren könnte, lässt uns zögern.

      wohin führt uns die bahn der kugel, welche richtung schlägt sie ein?

       

      es sind menschen auf der straße, hasten, verweilen, gewirre, stoßen, strudel, quirlig, geschwind und aufgeregt, dann wieder verharrend ohne unterlass. menschen verschiedener rassen, kulturen in den straßen der stadt, durcheinander, manchmal im gleichschritt, gegeneinander, miteinander. menschenmassen versperren den durchgang auf der straße, oder hinterlassen nischen, die einladen.

       

      wir hören die menschen auf der straße, auf dem platz mit der riesigen kugelbahn, die die schellen tönen lässt, oder auf der kirchweih mit dem karussell, das sich auf kugellagern dreht.

      wir hören das aufeinanderprallen der kugeln auf dem spieltisch, das dunkle grollen der holzkugel auf der glasplatte, das elegante gleiten ihrer masse und oberfläche.

       

      die melodie, unterschiedlich, exotisch, meditativ, verwirrend, dann wieder verweilend und abwartend, gibt zielstrebig die richtung an. sie kann sich verzweigen, oder unerwartet innehalten. doch bewegt sie sich in gerader linie unermüdlich auf den horizont zu, zur musik.

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